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Die Geschichte Tafeds

Der erste Kontakt

Als die ersten huarischen Händler auf Tafed landeten, trafen sie auf ein Halblingsvolk, welches völlig abgeschieden von der Welt hier lebte. Nie zuvor waren andere Völker hierher gekommen. Die Halblinge, die sich selbst "Giganten" nannten, waren überrascht von der Größe der Meermenschen. Sie begrüßten die Fremden freundlich, aber sehr zurückhaltend. Jeder Versuch der Huari, die Kontakte zu vertiefen, verlief sich im Sande. So gründeten die Händler eine kleine Handelsniederlassung und vertrauten auf die Zeit, die das Vertrauen wachsen lassen sollte
Die Zeit verging, doch die Giganten ließen sich immer seltener blicken und versteckten sich in den Bergen. Offenbar besagte ihr Glaube, dass sie die größten und mächtigsten Wesen der Welt seien. Die Ankunft der Huari muss ihren Glauben tief erschüttert haben, vermuten die Gelehrten der Akademie der Hohen Künste in Budden, wo ein eigenes Archiv für die rätselhafte Geschichte der kleinen Insel eingerichtet wurde. Bis heute ist unklar, warum keines der zahlreichen Völker Obachts je die kurze Überfahrt wagte. Ob Tafed ein unbekanntes Beschützervolk hatte, ein Tabu über dem Eiland lag oder es den Völkern Obachts einfach zu unbedeutend erschien, weiss heute niemand mehr.

Nach Monaten des vorsichtigen Kontaktes hatten sich einige der Giganten offenbar mit der neuen Situation angefreundet und unterbreiteten den Huari ein Angebot, mit ihnen zusammenzuarbeiten, wenn diese im Gegenzug ihren Schutz garantieren würden. Ein weiterer Hinweis darauf, dass der Verlust des Glaubens an ihren Schutzgott sie entsprechend reagieren ließ. Ein Abkommen wurde getroffen und weitgehende Zusammenarbeit vereinbart.
Aber offenbar konnten die Giganten nie das nötige Vertrauen zu den Huari fassen. Zuvor schon waren sie ungewöhnlich und rätselhaft in ihrem Tun. So gibt es beispielsweise keine Erklärung, warum sie viele Rüstungen herstellten, jedoch nicht eine einzige Waffe. Manche Forscher glauben, sie betrachteten die Rüstung als Schmuck. Andere meinen, sie hielten sich mit den Rüstungen für unbesiegbar; da sie aber friedlich waren, verzichteten sie auf Waffen.
Nun aber blieben sie seltsam scheu und untätig. Kaum noch kümmerten sie sich um die Felder, liefen jedoch regelmäßig in die Berge, um dort geheimnisvolle Rituale durchzuführen. Selbst eine Delegation der Gláin Rhâgga, die eigens von Derall angereist war, um den Giganten die Furcht vor den Huari zu nehmen, konnte nichts erreichen. Eines Tages schließlich machten sich alle Giganten in die Berge Tafeds auf und kehrten niemals zurück. Ihr Verbleib ist so rätselhaft wie ihre Existenz es war.

Die zweite Besiedelung

So entschlossen die Huari sich, Tafed nun ihrerseits zu besiedeln. Sie bauten Burgen und erschlossen die Insel für den Handel. Aus Verbundenheit zu den Giganten und ihrer friedlichen Tradition folgend, wurde die Insel zu einem Vorposten Deralls. Depad, die westliche Ebene Tafeds, wurde zum Zentrum des Handels mit Obacht und der Insula regillus, die heute Iàch n'Iorr heisst. Tafed blühte und wurde von den Huari wegen seiner Form und seiner Bedeutung als "Flagschiff der Handelsflotte" bezeichnet.
Als Umschlagshafen nach Obacht wurde Tafed auch für Alba ein wichtiger Anlaufpunkt. Dem Thane of Glamis unter der Führung Mc'Beth's wurde das Hafenrecht erteilt. Mit den südlichen Nachbarn verband Derall damals ein guter und aussichtsreicher Kontakt, der durch die Zusammenarbeit im Überseehandel weiter vertieft werden sollte. Diese Vereinbarung war der Beginn tragischer Ereignisse und führte zu einer der wichtigsten Änderungen in der Politik Deralls seit Beginn der Aufzeichnungen.

Kampf um die Freiheit

Ein leicht gewonnener Krieg auf Alba und das vollständige Verschwinden mehrerer Nachbarn hatten den Thane of Glamis nahezu über Nacht erstarken lassen. Und unvermittelt änderte Mc'Beth sein Auftreten. Innerhalb von zwei Wochen landeten starke Truppen auf Tafed, das bis dahin auf die Freundschaft der Völker vertrauend unbewaffnet geblieben war.
Der Thane of Glamis erklärte seinen Anspruch auf Tafed, tötete Gesandte Deralls auf Alba, forderte den Abzug der Händler und gleichzeitig Siedlungsgebiete auf Derall. Zudem landeten Soldaten des Thane of Glamis in den Siedlungen Deralls auf Obacht. Alle Verhandlungsangebote wurden ausgeschlagen.
Dann folgte das Massaker von Depad. Hunderte unbewaffnete Siedler Deralls wurden von den Truppen des Thane of Glamis hingemetzelt. Als niemand mehr Widerstand leistete, benannte Mc'Beth die Ebene Arete und bereitete den Schlag gegen Obacht vor. Zusammen mit den Phagoren, einem Dämonenvolk aus dem Nordwesten Obachts, sollten die Siedlungen Deralls auf Obacht überfallen werden. Dieser Krieg hätte Tod und Vernichtung über Obacht, Derall und Alba gebracht. Derall traf alle Vorbereitungen, den Angriff gegen Tafed und Obacht direkt auf Alba zu beantworten. Viel Leid und große Zerstörung wären gewiss gewesen.

Es ist bis heute nicht geklärt, welche Umstände die Wende brachten. Aus heiterem Himmel wurde Mc'Beth abgesetzt, ehe er seinen Plan vollenden konnte. Der Thane of Glamis fand einen neuen Anführer; Lord Jona. Dieser besann sich, beendete den Krieg und handelte mit den Völkern Deralls einen Frieden aus. Die Truppen des Thane of Glamis rückten unverzüglich ab und Tafed kehrte unter die Obhut Deralls zurück.

Die dritte Besiedelung

Der Weststrand Tafeds erhielt den Namen zurück, den er schon zur Zeit der ersten Blüte trug; Depad. Der Thane of Glamis bekam erneut das Hafenrecht. Die Bewohner Deralls begannen mit der neuen Besiedelung der Insel. Doch die bitteren Erfahrungen sollten sich niemals wiederholen. Es hatte sich gezeigt, dass das Vertrauen in die Friedfertigkeit anderer enttäuscht werden kann. Und mehr noch schien eigene Friedfertigkeit das Begehren fremder Völker eher zu schüren.
So wurde die Tafed-Doktrin entwickelt.
Heute ist Tafed wieder eine friedliche Insel mit einem lebhaften Handelshafen. Sowohl die großen Schiffe der Ostrouten nach Sartosa, Kor und Emlygtol als auch die regelmäßigen Fähren nach Derall, Obacht, Träneninsel, Iàch n'Iorr und Pilum machen hier fest.
Die Flotten Albas nutzen Depad als Zwischenstation nach Obacht oder als letzte Proviantnahme vor der Fahrt zur Träneninsel.
Niemand vermutet mehr, dass auf diesem kleinen Flecken Land das heutige Gesicht Deralls und die Grundlagen des Konglomerats entstanden.

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