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VoIP ist doch ein schönes aktuelles Thema. Auf lange Sicht wird VoIP die Telekom zu Grabe tragen, wenn sich dort nicht die Produktstrategie ändert.

Was aber ist so toll und anders an VoIP, bzw. was heisst das überhaupt?

Also erstmal:

  • VoIP = Voice over IP
  • IP = Internet Protokoll

VoIP ergänzt oder ersetzt den analogen oder ISDN Telefonanschluss. Was man jedoch braucht ist eine stabile Verbindung ins Internet. Ob man dazu nun DSL, ein Kabelmodem oder WiMax verwendet ist ganz egal. Lediglich die Bandbreite sollte pro Verbindung die man aufbauen will über 100 kbit in up- und downstream Richtung verfügen. Ein DSL-2000 Anschluss mit 2000 kbit down und 256 kbit up schafft also bei guter Qualität nur 2 Telefonverbindungen gleichzeitig.

Internetanschluss

Also Voraussetzung ist ein Internetanschluss - mehr nicht. Es empfiehlt sich natürlich eine Flatrate zu buchen ;-)

Günstige Nur-DSL-Anschlüsse gibt es derzeit bei Hansenet / Alice oder O2. Wer einen Internetanschluss beim Kabelanbieter bestellen kann ist auch gut und günstig bedient.

SIP Account / SIP Client

Soweit so gut, aber mit einem reinen Internetanschluss kann ich ja nicht telefonieren. Irgendwie muss ich ja erreichbar sein, möglichst im eigenen Ortsnetz. Hier kommen diverse VoIP-Anbieter ins Spiel. Bei Sipgate und Lidl / Carpo bekommt man einen VoIP Anschluss (SIP-Account) mit Ortsnetzrufnummer kostenlos. Damit sichergestellt ist, das man einen Anspruch auf die Rufnummer hat, erhält man einige Tage nach der Registrierung per Post einen Brief mit einem Freischaltcode. Installiert man nun einen SIP-Client auf dem eigenen Rechner kann man mit solch einem Account bereits telefonieren und angerufen werden. Komfortabel ist das natürlich nicht.

Hardware

Besser kommt man mit entsprechender VoIP/SIP-fähiger Hardware. Es gibt Telefone die direkt ans Internet angeschlossen werden können, aber auch Router die gleichzeitig als Telefonanlage werkeln. Das wohl bekannteste Beispiel ist die Fritz!Box Fon von AVM in ihren verschiedenen Versionen und Ausführungen. Mittlerweile gibt es auch ein Fritz!Fon. Das ist eine Fritz!Box mit integriertem DECT Telefon, das Handgerät ist dabei! Es gibt aber auch eine neue Fritz!Box die lediglich als DECT-Basisstation fungiert. Mit solch einer Box + angeschlossendem (oder dem integriertem) Telefon braucht man dann keinen Computer mehr um Telefongespräche zu führen und zu empfangen.

Kosten

Der Vorteil von VoIP liegt in den vergleichsweise niedrigen Kosten und wer es gern technisch mag in den vielfältigen Einstellmöglichkeiten.

Telefongespräche von VoIP zu VoIP sind generell kostenlos. Lediglich die Datenübertragung muss bezahlt werden und das ist mit der Internet Flatrate abgegolten. Beachten muss man aber, dass Kunden verschiedener VoIP Anbieter sich ggf. nicht erreichen, da die Anbieter dies gern unterbinden. Das lässt sich aber mit ein wenig Konfiguration sehr elegant lösen. Unter Umständen kann man dann die eigene eMail-Adresse auch als SIP-Telefonnummer verwenden.

Telefongespräche ins Festnetz kosten meist nicht mehr als 1ct pro Minute. Wenn doch, sollte man sich nach einem weiteren VoIP-Anbieter umsehen. Ja richtig gehört, man kann verschiedene Anbieter parallel verwenden und ggf. über Wahlregeln den jeweils günstigsten nutzen!

Telefongespräche in Mobilfunknetze gibt es ab etwa 15ct. Mehr als 17ct sollte man nicht ausgeben, sondern sich einen weiteren Anbieter suchen. Mittlerweile gibt es bei Lidl-Carpo-VoIP sogar einen 10ct Tarif in Mobilfunknetze. Man zahlt dafür nur einmalig 4€ und telefoniert in Zukunft super günstig in die Mobilfunknetze.

Sonderrufnummern wie z.b. 01805 sind meist ebenfalls nicht teurer als von einem Telekom Anschluss. Im Gegensatz dazu werden z.b. bei einem Genion Vertrag selbst aus der Homezone Gebühren von 50ct oder mehr verlangt! Das gilt aber generell für fast alle Handy Tarife! Selbst Fonic und Co. berechnen Sonderrufnummern sehr teuer.

VoIP vs. Call-By-Call

Alles in allem also gute Preise ohne ständig wechselnde Call-By-Call Nummern. Man kann die Wahl eines VoIP Anbieters mit Preselection vergleichen, jedoch mit dem Vorteil mehrere solcher Anbieter parallel zu verwenden, was bei Preselection nicht möglich ist (bzw. wieder Call-By-Call genutzt werden muss).

Den VoIP Anbieter kann man also gänzlich unabhängig vom Internetanschluss-Anbieter wählen. (Und erhält dann meist günstigere Gesprächspreise).

VoIP wird auch dauerhaft immer günstigere Preise anbieten können, da nur die halben Terminierungsentgelte anfallen. Alle Call-By-Call Gespräche ins Festnetz die weniger als einen 1ct kosten sind subventioniert und können nur durch erhöhte Tarife zu anderen Zeiten oder in andere Netze angeboten werden.

Telefon-Flatrate

Will man eine Telefon-Flatrate dazu so bekommt man auch sowas per VoIP, z.b. auch wieder von Lidl für 8€. Allerdings lohnt es sich in dem Fall auch die Komplettangebote diverser Anbieter zu prüfen, da DSL+DSLFlat?+Tel+TelFlat? oft zu einem günstigen Komplettpreis angeboten werden. Für 30€ ist sowas mitlerweile von fast jedem Komplettanbieter zu bekommen. Meist unterscheiden sich die Angebote nur noch in der enthaltenen DSL-Bandbreite (DSL 2000, 4000, 6000 oder 16000) oder durch Zugabe von "Handyflat" oder TV bzw. Video On Demand Angeboten.

SIM-Karte kostenlos + kostenlos telefonieren

Teilweise besteht zu solchen Angeboten die Möglichkeit Sim-Karten (ohne monatliche Kosten!) dazu zu bestellen. Zu und von diesen Sim-Karten kann man bei Alice und O2 dann sogar kostenlos eine Verbindung zum eigenen Festnetzanschluss aufbauen. Ideal also für Familien bei denen einer unter der Woche auswärts unterwegs ist.

Allerdings lässt sich diese Kostenlos-Funktion auch anders gebrauchen: Die Fritz!Box bietet die Möglichkeit Anrufe weiterzuleiten. oder gar als Callthrough-Server zu fungieren. Im ersteren Fall werden z.b. Gespräche die nach Hause kommen über eine kostenlose Verbindung von dort ans Handy weitergeleitet. Damit ist man überall in Deutschland zu Festnetzpreisen erreichbar - die Freunde werdens danken. Im zweiten Fall also wenn man selbst vom Handy ins Festnetz anrufen will, ruft man stattdessen kostenlos die eigene Nummer an und gibt dann nach PIN-Code Eingabe die eigentliche Rufnummer ein und telefoniert dann über diesen Umweg ggf. kostenlos (bei Telefonflat) oder sehr günstig (1ct - keine Telefonflat) ins Festnetz. Der Rufumleitungen werden hingegen von den Anbietern von den kostenlosen Gesprächen ausgeschlossen. Ob man bei der selbst geschalteten Rufumleitung damit den Vertrag verletzt ist wohl eine Streitfrage, da der Service Rufumleitung des Anbieters ja nicht in Anspruch genommen wird. Bei übermässiger Nutzung werden sich die Anbieter in Zukunft sicher Hintertüren schaffen und die kostenlosen Gespräche dann doch berechnen.

Viel Technik und viele Möglichkeiten

Letzteres ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, zeigt aber die Möglichkeiten die VoIP bietet. Mit den vielfältigen Einstellmöglichkeiten die mancher VoIP Anbieter (z.b. PBX-Network) bietet, zusammen mit dynamischen Domain Name Services (z.b. DynDNS oder FreeDNS) und kostenlosen Umleitungen von Anrufen durch das Internet kann man in vielen Fällen auch noch den letzten cent sparen. Inwieweit das Sinn macht muss jeder für sich entscheiden. Wer jedoch viel in ein bestimmtes Land telefoniert, tut gut daran sich nach einem VoIP-Anbieter aus diesem Land umzusehen. Ausserdem kann man bei verschiedenen Anbietern (z.b. PBX-Network oder Portunity/Siphome) eine sogenannte API verwenden um solch nette Dinge wie einen Rückrufbutton auf der eigenen Homepage zu implementieren oder SMS versandt oder ähnliches einzubauen.

Erreichbarkeit

Natürlich gibt es im Internt nicht nur die Möglichkeit über Telefonnummern wie man sie vom Festnetz gewöhnt ist anzurufen. Nein, bei reinen VoIP Gesprächen kann man auch einfach die "SIP-Adresse" des Telefonpartners anrufen. Das sieht dann z.b. so aus sip:sipaccount@anbieter.de. Das schöne ist, man kann (mit den richtigen Einstellungen - siehe hier oder hier) unter der eigenen eMail-Adresse auch angerufen werden. Mich erreicht man also nicht nur unter 0351-32... sondern auch unter sip:<meinvorname>@<meinnachname>.net (Sorry einen richtigen Link trau ich mich nicht hier reinzusetzen ;-) ).

Umzug

Im Gegensatz zu den vielen Komplettangeboten die es in letzter Zeit von einem duzend Anbieter gibt, hat VoIP den Vorteil, dass man selbst bei einem Umzug (innerhalb des Vorwahlbereichs) seine Rufnummer ohne Portierung behalten kann, auch wenn man den Anbieter des DSL Anschlusses wechseln muss (aufgrund eingeschränkter Verfügbarkeit).

VoIP mit dem Handy?

Zu guter letzt wird VoIP sicher irgendwann auch Handy mehr und mehr einnehmen. Eine Datenflatrate und ein VoIP-fähiges Handy vorausgesetzt könnten langfristig alle Gespäche über VoIP übermittelt werden.

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