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(redirected from Eressea.Tafed-Doktrin)

Entwicklung
Unter dem Eindruck, den Verlust Tafeds? und das Sterben seiner friedlichen Bewohner während der Besatzung durch den Thane of Glamis wehrlos hinnehmen zu müssen, beschlossen die Völker Deralls, ihre Politik den Erfordernissen der Welt anzupassen. Viele forderten damals die konsequente Bewaffnung aller und die frühzeitige Bekämpfung jedes möglicherweise gefährlichen Nachbarn.
Doch die Gelehrten widersprachen. Ein solches Vorgehen würde ständigen Krieg, Mangel und schnellen Untergang bedeuten. Die wichtigsten Berater aller Völker trafen sich daraufhin in Budden und erarbeiteten ein Konzept, das es erlauben sollte, für Frieden, Wohlstand und Zusammenarbeit einzutreten ohne je wieder wehrlos einem Angreifer gegenüberzustehen.
Nach Wochen intensiver Diskussionen entstand ein Papier, das die fundamentalen Prinzipien friedlichen Zusammenwirkens zur Erlangung von stabilen Bündnissen ohne Einfluss der Entfernung formulierte. Dieses Papier wurde die Grundlage der Aussenpolitik Deralls und führte in seiner Weiterentwicklung zur Gründung des Konglomerats.
Entstanden durch das Trauma der Besatzung jener kleinen Insel wurde es bekannt als die

Tafed-Doktrin

Das gesamte Papier umfasst einige hundert Seiten. Viele davon erläutern Grundlagen. So zum Beispiel, warum der nachhaltige Umgang mit Ressourcen in einem auf Stabilität ausgerichteten System dem Raubbau überlegen ist. Derlei ermüdende Ausführungen sollen hier ausgelassen werden. Stattdessen werden hier nur die Eckpunkte in Auszügen wiedergegeben. Einige stammen auch aus Briefen Verwalter Grobos von den Gláin Rhâgga, der in seiner umfangreichen Korrespondenz des öfteren versucht, die Hintergründe der Politik des Konglomerats zu verdeutlichen.

Bündnisstruktur
[...] Eine Orientierung an regionalen Beziehungen ist nur bedingt hilfreich. Wenn die Konzentration auf die geographischen Zusammenhänge dazu führt, entweder mit nur wenigen Vertrauenswürdigen oder mit mehreren zweifelhaften, durch Nachbarschaft vorgegebenen Verbündeten ein großes Gebiet kontrollieren zu müssen, ist dieser Versuch auf lange Sicht zum Scheitern verurteilt. Das Schicksal vieler Imperien mag als Beispiel genügen.
[...] Wir sollten versuchen, unabhängig von geographischer Nachbarschaft uneingeschränkt vertrauenswürdige Bündnispartner zu finden. Sobald dies gelungen ist, ergeben sich die Konsequenzen von selbst.
Die lokale Stärke jedes Allianzmitglieds wird durch Zusammenarbeit verbessert, das Bündnis wirkt über große Entfernungen und eventuell neu zu besiedelndes Land kann gemeinschaftlich und schnell entwickelt werden. Man braucht keine doppelten Truppen, um zweifelhafte Bündnispartner notfalls kontrollieren zu können und eine gewisse Verzögerung in der Unterstützung nach einem Angriff durch Dritte ist von geringer Bedeutung, weil es für den Angreifer keinen großen Unterschied macht, ob der Rückschlag einige Wochen später folgt, wenn er doch sicher sein muss, dass dieser kommt.
[...] Aus dieser Politik ergibt sich ein Netz von Verbündeten, von denen immer mindestens einer schnell reagieren kann. Und für mögliche Angreifer bleibt die Unsicherheit darüber, wer alles dem Angegriffenen zur Hilfe eilen könnte. [...] Dieses Netz ist flexibel in der Antwort auf Bedrohung und wächst bedeutend schneller als herkömmliche Bündnisse. Es tut dies, weil auch entfernt liegende Inseln als Bündnispartner einen Sinn machen und das Netz gleich an mehreren Punkten in beliebige Richtung und Entfernung ausgedehnt werden kann.
[...] Sollte ein Bundesmitglied jedoch aus der Allianz ausscheiden und sich gegen das Bündnis stellen, ist für die Gesamtstruktur des Bündnisses nur geringer Schaden zu erwarten. Die dezentrale Organisation verhindert, dass Verrat zu einer bündnisweiten Gefahr wird. Gleichwohl sollten Aufnahmen in ein solches Bündnis erst nach eingehender Prüfung des Kandidaten erfolgen.

Verteidigung
[...] Je enger die Bündniszellen zueinander liegen, desto eher greift die überregionale Verteidigung. Bis dieser Punkt erreicht ist, muss eine effektive Verteidigung ohne Unterstützung von außen gewährleistet sein. Dazu ist es nötig, die Truppen in angemessener Stärke auszubilden und flexibel zu halten. Jeder wichtige angreifbare Punkt des eigenen Territoriums muss innerhalb von 2 Wochen durch reguläre Truppen erreichbar sein oder aber genügend Hilfstruppen in Reichweite haben und innerhalb von 2 Wochen mit entsprechenden Waffen beliefert werden können.

Diplomatie
[...] Ziel muss es sein, auf diplomatischem Weg zu allen Völkern Kontakt aufzunehmen und zu halten, die gesprächsbereit sind. Friedlicher Handel und die gemeinsame Lösung von Problemen sollten der Gradmesser für das gewachsene Vertrauen sein. Aggressives Expansionsstreben eines Volkes oder sein Unwille zu Verhandlungen ist keine geeignete Voraussetzung.
[...] Jede friedliche Lösung eines Konfliktes ist einem Krieg vorzuziehen. Krieg bremst die Entwicklung, er bringt Verluste und schafft Instabilität in der Umgebung [...] Nur als letztes Mittel sollte er eingesetzt werden.

Handel
[...] Der Handel soll ein verbindendes und für alle Seiten nutzbringendes Mittel sein, Zusammenarbeit zu erreichen. Eine Verflechtung aller Verbündeten in einem Handelsnetz ist vertrauensbildend und ermöglicht schon frühzeitig die Überwindung großer Entfernungen. [...] Dazu sollte ein System von Handelsniederlassungen auf allen Inseln des Bündnisses installiert werden, das nicht nur Schutz und Versorgung der Schiffe gewährleistet, sondern auch die Ausbildung wichtiger Spezialisten für alle Aufgaben (einschließlich Rohstoffabbau, Produktion und Militärkenntnissen) fernab der Heimat gestattet. So können entfernte Handelsposten schnell qualifiziert besetzt werden, ohne dass es nötig wird, diese Leute von weit her heranzuschaffen.

Der Krieg wurde in diesem Entwurf als letzter Schritt aufgefasst, wenn keine Verhandlungen mehr möglich sind. So wurde er nur theoretisch behandelt. Seitdem aber gab es Kriege und die Völker Deralls waren gezwungen, dazu Position zu beziehen. In verschiedenen Briefen finden sich Hinweise darauf.

Krieg
[...] "Die Stärke und der Einfluss des Konglomerats haben schon mehrfach zu Anfragen einzelner Völker und Bündnisse geführt, die um Unterstützung bei einem Angriff ersuchten. Diese wurden ausnahmslos abgelehnt. Es entspricht nicht dem Verständnis des Konglomerats, um der Bereicherung willen wahllos Angriffe gegen Schwächere zu unterstützen. Aber es liegt uns auch fern, den selbstlosen Retter zu spielen, wenn der Angegriffene durch augenfällige Ignoranz oder Dummheit den Überfall provoziert.
Stabilität ist ein wichtiger Faktor. Wird diese gefährdet, schreitet das Konglomerat ein. Egal, ob ein Bündnis durch Aggression und hegemoniales Gebahren übermächtig zu werden oder ein schwacher Herrscher durch militärische bzw. diplomatische Unfähigkeit sein Reich zu einer leichten Beute für ein solches Bündnis zu machen droht. Ich spreche dabei noch nicht vom Krieg, sondern vom Versuch, durch unser Einwirken die Stabilität zu wahren. Krieg ist das letzte Mittel."
[...] "Ich denke, eine vernünftige Wahl zwischen Krieg und Frieden sollte vor dem Kampf getroffen werden. Wer sich für den Krieg entscheidet, sollte alle Konsequenzen zu tragen bereit sein. Sobald aber der Gegner erst einmal durch die Waffen geschlagen ist, wäre ein Friedensschluss aus reiner Angst vor dem Tod erzwungen. Das empfinde ich als unwürdig.
Wer andere Möglichkeiten der Lösung sieht, sollte sie nutzen und vor dem Krieg zurückschrecken. Wer aber den Tod als Möglichkeit akzeptiert, um seine Ziele zu erreichen, sollte nicht winseln müssen, wenn es so weit ist.
Ich verabscheue den Krieg. Und gerade deshalb darf er keine Hoffnung auf eine Hintertür bieten, die ihn als Alternative denkbar macht.

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